Texte Schreiben und optimieren
Worüber Sie schreiben ist ziemlich egal. Wie
Sie es schreiben ist schon wichtig. Ihre
Schreibweise kann sehr wohl das Verhalten Ihrer Besucher
beeinflussen. Wenn Sie mit Ihrer Seite Geld durch hohe
Besucherzahlen oder Verkauf verdienen möchten, passen Sie gut
auf, was Sie sagen und wie Sie es sagen. Sie wollen nämlich
nicht, dass ein Besucher sein Interesse an Ihrer Seite schnell
verliert.
Hier werden Strategien aufgelistet, wie Sie
Ihre Schreibtechniken verbessern könnten, damit Ihre Besucher
länger bleiben und somit auch lesen, was Sie zu sagen haben.
Betonen Sie die Vorteile frühzeitig und oft
Vergessen Sie, was Sie wollen, konzentrieren
Sie sich auf das, was Ihren Besuchern wichtig ist.
Ideendurchsetzungen sollten Sie den Hochschuldozenten
überlassen. Falls Sie es noch nie gehört haben - wenn jemand bei
Ihnen landet, fragt er sich ständig: "Was gibt es hier
für mich?". Gelangweilt oder nicht, genervt oder nicht, er
kommt, weil er etwas braucht, nach etwas sucht.
Zuerst konkrete Bedürfnisse befriedigen
Ein häufiger Fehler: es werden Informationen
angeboten, die zum Zeitpunkt gar nicht relevant sind. Wenn Sie
zum Beispiel "gefüllte Pute" bei Google eingeben, bedeutet das,
dass Sie nach Rezepten suchen. Wenn Sie auf
einen Treffer klicken, erwarten Sie keine
Hühnerstall Baupläne (oder noch
schlimmer - Weihnachtsgeschenkideen), sondern gleich das "Man
nehme" Zeug. Später, nachdem die Pute geschmeckt, bzw. sich
die Seite als nutzvoll erwiesen hat, würden Sie sich vielleicht
auch für den Namen der ersten gefüllten Pute interessieren, oder
wie viel die Putenimpfungen zur Zeit kosten.
Eine Homepage sollte möglichst auf nur ein Gebiet
konzentrieren.
Benutzen Sie gewidmete Webseiten für die einzelnen
Themen aus diesem Gebiet. Weder Suchmaschinen noch Menschen
mögen Webpräsenzen bestehend aus nur einer superlangen Seite.
Wer Sie sind, interessiert keinen
Mal ganz objektiv gesagt: Sie sind den
Internetusern völlig egal, solange sie nicht wissen, was Ihre
Homepage für sie tun kann. Oft wird diese Tatsache ignoriert,
was zu entsprechenden Konsequenzen führt, vor allem niedrige
oder sinkende Popularität. Wie oft bringt Sie Google direkt zum
"Über mich" Bereich? Deswegen:
Fangen Sie nicht gleich mit dem Lebenslauf an
/ verlinken Sie den "Über mich" Bereich nicht bereits im zweiten
Satz. Ebenso sinnlos sind Aufrufe wie "Wenn ihr mehr über mich
wissen wollt, klickt hier!" Die User ahnen schon, wo sie klicken
müssen, wenn sie was wissen wollen. Das heißt: "Über mich" Link im Navigationsmenu
reinstecken und das war's.
Besonders wenn Sie etwas verkaufen wollen,
sollten Sie alle ichs, meines's, michs,
mirs weglassen. Benutzen Sie fast ausschließlich "Sie"
oder "du". Vergessen Sie einfach nicht, dass die Webseite nicht
für Sie bestimmt ist (hoffentlich), sondern für Ihre Besucher.
Es gibt noch einen Grund, warum Sie gleich zur
Sache (nützliche Infos oder Artikelbeschreibung) kommen sollten
und nicht Ihre Schulleistungen vor 20 Jahren
auf 7 Paragrafen analysieren:
Erwarten Sie nicht, dass man alles liest
Pro Besuch werden durchschnittlich 10% bis 15%
aller Inhalte gelesen. Das ist so, weil man in der Regel bereits
nach der ersten 2-3 Seiten eine Antwort bekommen hat. Entweder
wurde das gefunden, wonach gesucht wurde, oder der User verlässt
die Webseite enttäuscht. Vergewissern Sie sich also, dass alles,
was Sie schreiben, auch lesenswürdig ist.
Oft werden nicht mal die Sätze
konsequent durchgelesen. Ein großer Teil Ihres Textes wird lediglich
überflogen, genau wie man eine Zeitung liest. Deswegen ist es
wichtig, dass Sie ordentlich erstellte
Absätze präsentieren. Trennen Sie sie mit
Untertiteln. Das erleichtert das
"Überfliegen". Dadurch wird wiederum eine schnelle
Identifizierung relevanter Informationen ermöglicht. Zwingen Sie
Ihre "Gäste" nicht zu endlosen Suchereien, wenn Sie sie nicht
verjagen wollen. Man kommt zu einer informativen Seite gern
wieder. Lesbarkeit alleine kann entscheidend für eine Aufnahme
in den Favoriten sein. Verbesserte Lesbarkeit ist ein weiterer Grund
dafür, eine funktionierende
Navigationsleiste einzubauen. Übrigens, "nicht-alles-lesen" sollten Sie von
überall-klicken unterscheiden.
Spielen Sie Besucher
Verzichten Sie vorübergehend auf Ihre
Webmaster Position wenn Ihre Webseite einmal fertig ist, bzw.
nach jedem darauf folgenden Update. Stellen Sie sich vor, Sie
sehen das Ganze zum ersten Mal. Machen Sie eine Ausnahme und
lesen Sie alles durch (es geht ja um Ihre Schöpfung). Danach
stellen Sie sich die folgenden Fragen:
Habe ich alles gründlich genug erklärt?
Klar, Ihrer Meinung nach, macht der Content
einen Sinn - Sie haben ja alles selbst geschrieben. Wären Sie
aber ein Besucher, welche Fragen hätten Sie noch. Haben Sie
bestimmte Themen weggelassen, weil Sie glauben, dass der User
bereits eine Ahnung davon hat. Gibt es irgendwelche Begriffe
oder Ausdrucke, die Sie nicht genau definiert haben.
Habe ich
über
die Nachteile diskutiert?
Jedem ist klar, dass die Vorteile vorteilhaft
sind. Was ist mit den Nachteilen. Der menschliche Verstand ist
nicht einseitig. Jeder will wissen, was es schlimmer gibt, warum
sich etwas nicht lohnt, welche schlechtere Wahl man treffen
könnte. Oft wird das im Buch und Film eindeutig erkannt. Der
böse Gegner bekommt mehr Auftritt, wirkt charmanter, trägt
bessere Klamotten. Für Sie bedeutet das mehr Inhalte - Ihre
Besucher wollen so was lesen! Die wollen zuerst geschützt /
gewarnt werden. Erst danach, wenn aus Ihrer Homepage Sicherheit
und Vertrauen strahlt, sollten Sie versuchen, einen User zu
etwas zu bewegen.
Fließen die Inhalte logisch?
Hatten Sie ein Schema am Anfang?. Falls Sie
Content ohne vorherige Planung geschrieben haben, herrscht
möglicherweise totaler Chaos auf Ihrer Homepage. Verschieben Sie
Sätze und Absätze so lange, bis alles wirklich eins nach dem
anderen folgt. Der ganze Text muss eine vollständige Einheit
sein, denken Sie "Buch".
Ist die Navigationsleiste nützlich?
Sie mag zwar funktionieren, aber ist sie auch
funktionell. Die User sollen sich nicht verlaufen. Selbst wenn
sie es tun, hilft ein gutes Navigationsmenu. Dazu müssen Sie
sicher stellen, dass die Links aussagekräftige Namen haben und
deren zugeordnete Seiten ausdrücklich beschrieben sind. Meiden
Sie das Verlinken konkreter Absätze einer Seite in der
Navigationsleiste. Solche Links, auch Bookmarks genannt, sind OK
im Text, aber in der Navigation sollte jede Weiterleitung zum
Anfang einer Seite führen.
Wichtige Bereiche wie "Warenkorb
verwalten" und "Bestellen" müssen von überall aufrufbar sein.
Die Art und Weise des Navigierens sollte sich nicht von Webseite
zu Webseite unterscheiden.
Falls Sie nicht unbeeinflußt genug sein
können, bitten Sie einen Bekannten um Hilfe. Lassen Sie ihn
alles durchlesen und schreiben Sie alle Fragen und
Kommentare fleißig auf. Es ist erstaunlich, was Sie entdecken
werden, wenn jemand anderer Ihr Werk prüft.
Befehlen und Aufforderungen vergessen
"Hier klicken" / "Hier nicht
klicken"
vermeiden. Eine Weiterleitung sollte flüssig und
argumentiert erfolgen. Sagen Sie, was Sie zu sagen haben und
verlinken Sie das nächste Thema unausgesprochen. Interesse mit
bloßen Aufforderungen zu steuern, funktioniert sehr selten.
Nicht
selten dagegen ist eine steigende Irritation.
Emotionen gehören in die
Seifenopern
Vorsichtig mit den Ausrufezeichen!!!! Ihre
Besucher wollen nicht "Amateur!!!" genannt werden. Egal wie
unverkennbar Ihnen etwas scheint, seien Sie nie nachsichtig. Wer
sich auskennt, überspringt. Wer nicht - lernt was neues. Keiner
wird Sie auslachen, wenn Sie sich Zeit für alle potenziellen
Leser nehmen. Sperren Sie die schnellen Ausgänge aus Ihrer
Seite.
Der Titel der jeweiligen Seite ist sehr
wichtig. Warum und wie er konstruiert werden sollte,
können Sie hier
lesen.
|